Marie Bornickel

Wasser ist keine Ware

In Botengang on März 14, 2013 at 11:57 pm

Kurzkommentar

Die Wasserversorgung muss in öffentlicher Hand bleiben. Selbst wenn es die Privatisierung nicht gibt, setzt die Europäische Union mit der Wasserrichtlinie ein fragwürdiges Zeichen. Es ist der falsche Weg, einheitliche Regeln für einen privatisierten Markt vorzustellen. Schutz des öffentlichen Gutes, statt Wettbewerb sollte daher auf ihrer Agenda stehen.

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„Manos Radisoglou“ / http://www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)

Ein privater Anbieter  kann den Versorgungsmarkt weder gerechter gestalten, noch für bessere Wasserqualität sorgen. Höhere Preise, weniger Qualität – die Folgen der Privatisierung zeichnen sich in anderen Ländern schon lange ab. Im einem portugiesischen Ort gelangte die Wasserversorgung 2009 in private Hände. Ein Preisanstieg um 400% folgte. Seither steigt der Wasserpreis jährlich weiter. Auch in Bordeaux und London hat der Markt versagt. Dort nahm die Wasserqualität dramatisch ab, nachdem private Anbieter die Versorgung übernahmen. Um Kosten einzusparen, reparierten die Anbieter marode Rohre nicht. Stattdessen setzten sie giftige Chemikalien zu. Die Beispiele zeigen: Die Öffnung des Trinkwassermarktes geht Hand in Hand mit Marktversagen. Kommunen können solche unerwünschten Effekte nur  verhindern, wenn sie die Kontrolle über das Trinkwasser in ihrer Hand behalten. Das muss die EU unterstützen.

"Mara Bla" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

„Mara Bla“ / http://www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

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