Marie Bornickel

Der Lebensmittelkonzern und das Mädchen

In Uncategorized on März 26, 2013 at 5:57 pm

Glosse

Es war einmal ein Lebensmittelkonzern, der regierte bereits die ganze Welt. Doch das war ihm nicht genug – nein. Er wollte mehr, viel mehr. Er wollte die Menschen von seinem Regierungsprogramm überzeugen. Das war ein bisschen wie die USA, die auch aller Welt Frieden und Wohlstand bringen wollen.

"Deni Šimić" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

„Deni Šimić“ / http://www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

Und weil der Konzern das alleine nicht schaffen konnte (er war schließlich nicht die USA), suchte er sich einen  Verbündeten. Einen mächtigen Verbündeten. Das war die deutsche Stiftung Verbraucherschutz und deren Anführerin Ilse Aigner. An einem verschneiten Märztag zogen sie in die Schlacht. An ihrer Seite kämpfen die Armeen der 60 Ernährungsorganisationen. Ihr Ziel: Die deutschen Schulen. Ihr Auftrag: Das Denken der Zöglinge kontrollieren. Ihr Lohn: der Absatzmarkt.
Und so kam es, dass auch die Zöglinge der Reichen und Schönen das politische Programm der Armen und weniger Schönen entdeckten. Endlich konnten auch sie einen königlichen Royal TS von einem simplen Cheeseburger unterscheiden – unter Angabe der Kalorien, Eiweißwert und Fettanteile in Fleisch, Brot und Salat. Der Konzern war zufrieden. Und llse? Der wurden für ihre Wohltaten der Ehrentitel „die Goldenen“ verliehen. Man sagt, sie trage seither stets ein goldenes M gut sichtbar an ihrem roten Dirndl.

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