Marie Bornickel

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Buchbesprechung: Herz auf Sendung

In Schwerelos on Juli 2, 2011 at 4:26 pm

Der Sommer ist (zumindest zeitweise) da und den ein oder anderen Tag verbringt man dann gerne am See. Da darf ein Buch mit leichter Thematik nicht fehlen. „Herz auf Sendung“ von Anja Goerz ist genau so ein Buch, von dem man sich berieseln lassen kann.

Ina, Mitte zwanzig, eher Vollblutweib als Germanys next topmodel, Redaktionsassistentin beim Inselradio, ist über beide Ohren in den Moderator der Frühschicht verliebt. Dieser scheint sich allerdings eher für ihren Kaffee als für Ina selbst zu interessieren. Das Senderfest soll den Traummann endlich in erreichbare Nähe rücken. Und tatsächlich, am nächsten Morgen findet sich ein Knutschfleck auf Ina´s Hals. Dumm nur, dass sie sich an gar nichts mehr erinnern kann. Zusammen mit ihrer besten Freundin Meike macht sie sich auf die Suche nach dem Mann, mit dem Ina das Bett geteilt hat. Ina ist voller Hoffnung das ihr Traummoderator Jan sie nun endlich erhört hat. Meike bleibt eher skeptisch, schließlich lässt Jan seit besagter Nacht nichts mehr von sich hören.

rowohlt-Verlag

rowohlt-Verlag

Mein Fazit

„Herz auf Sendung“ zählt zur typischen Frauenliteratur. Daher lassen sich auch die typischen Handlungsstränge erkennen. Man nehme eine eher durchschnittliche Frau, einen gutaussehenden Mann, eine unerfüllte Schwärmerei – fertig ist die Handlung. Das Buch ist weder tief gängig noch besonders originell. Trotzdem wurde ich angenehm unterhalten. Ina ist eine Antiheldin zum gern haben. Wer es etwas bodenständiger mag, hält sich an Meike. Die Autorin wittmet sich besonders der Location des Romans – Sylt. Natürlich dürfen da bekannte Orte auf der Insel wie die Sansibar nicht fehlen. Auch die reichen Strandurlauber und überhöhte Preise in exklusiven Bekleidungsgeschäften sind nicht weit.

"Daniela Ross" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

"Daniela Ross" / http://www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

Anja Goerz versteht es, den Lesern mit Worten zum Lachen zu bringen. An vielen Stellen findet man sich irgendwie selbst wieder und muss schmunzeln. Die Charaktere sind teilweise etwas überzogen und entsprechen absoluten Klischees – schade, hier sehe ich deutliche Schwachpunkte. Außerdem ist der Fortlauf der Story mehr als vorhersehbar (was auch an der Blaupause-Handlung für Liebesromane liegen mag), am Ende etwas absurd. Wer sich mehr als Unterhaltung von einem Buch erwartet, sollte das Buch lieber aus der Hand legen. Für kurzweilige Unterhaltung im Liegestuhl ist es aber prima geeignet.

2 von 5 Sternen

Das Buch ist im rowohlt-Verlag erschienen.

Diese Rezension ist im Rahmen von Blogg dein Buch entstanden.